Energie

Was alles möglich ist - Exkursion zum Thema Energie


© Wolfram Wöhr Architekten
Szenographie:
-Wolfram Wöhr Architekten
Inhaltliches Konzept:
- Deutsches Nationales Komitee des Weltenergierates DNK, Essen
Ohne Energie gibt es kein Leben. Die Sonne liefert unendlich viel mehr Energie, als heute auf der Welt verbraucht wird. Warum also sollte es angesichts solcher Zahlen nicht möglich sein, den Energiebedarf der Menschheit zu decken und das Damoklesschwert einer weltweiten Energieverknappung in der Perspektive der Nachhaltigkeit zu vergessen? Das war eine der brennenden Fragen, auf die die Ausstellung Energie erlebnisreich Antworten geben wollte.

Wie aktuell das Thema ist, zeigte das große Interesse vor allem vieler jüngerer Menschen. Lehrer nutzten die Ausstellung, um ihren Schülern die komplexen Zusammenhänge zwischen Energie und wirtschaftlicher Entwicklung, Nachhaltigkeit und Kampf um Rohstoffe näher zu bringen. Engagiert nahmen gerade junge Leute die praxisorientierte und informative Umsetzung des Themas auf. Der Aufforderung, nicht nur Zuschauer zu sein, sondern aktiv zu werden, wurde mit Lust und Spielfreude nachgekommen. Die leichte Erfahrbarkeit durch die filmische und erlebnisorientierte Umsetzung des komplexen Themas provozierte Überraschung und war Anreiz, selber tätig zu werden.

Großes Interesse fand die Ausstellung bei den Gästen der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ). Die internationalen Besucher nutzten die Ausstellung, um sich über konkrete Projekte im Bereich der regenerativen Energien zu informieren. Im Rahmen ihrer deutschlandweiten Besuche konnten sie dann das Thema weiter vertiefen. Der Besuch von Vertretern nahezu aller großen Energieunternehmen Europas unterstreicht die informative Bedeutung der Ausstellung. Es zeigte sich, dass die übersichtliche und klare Gestaltung des Raumes durch die Szenographie der Architektengruppe Wolfram Wöhr der Orientierung und Informationsfindung außerordentlich entgegen kam.

Bei aller Konzentration auf die Vermittlung von Informationen kamen aber auch die erlebnishungrigen Besucher nicht zu kurz. So war der im Eingangsbereich gezeigte Film zwar ursprünglich als reines Preshow-Element gedacht, um Wartezeiten zu überbrücken. Die Aufbereitung der dargestellten Hintergründe, Fakten und Zahlen zum Thema Energie fesselten die Besucher aber dermaßen, dass der Weg zur Hauptausstellung zum Zuschauerraum wurde.

Die Simulationen zu den Themen Erdgasbohrung und Grubenfahrt faszinierten ebenfalls die Besucher. Die täuschend echt wirkende Einfahrt in ein Bergwerk ließ viele glauben, tatsächlich mit einem Fahrstuhl unter Tage unterwegs zu sein. Immer wieder kam unwillkürlich die Frage, in welcher Tiefe man sich denn augenblicklich befinde. Als belebendes Element und als Sympathieträger besonderer Art erwiesen sich unter Tage die "echten" Kumpel aus dem Pott, die ausgiebig über ihre Arbeit ausgefragt wurden.

Der Lichtzylinder am Schluss der Ausstellung war natürlich der Kult-Ort, von vielen immer wieder besucht - ein magischer Anziehungspunkt, dessen Soundtrack die Leute regelrecht mitriss.

Kritische Stimmen vor der EXPO, die Ausstellung Energie sei nicht zukunftsorientiert genug, rücke die klassischen Energieträger zu sehr in den Vordergrund und vernachlässige die erneuerbaren Energiequellen, verstummten bald. Im Gegenteil. Die zentrale Botschaft der Ausstellung, dass eine nachhaltige Energieversorgung in Zukunft nur dann möglich sein wird, wenn alle Energieträger in einem sinnvollen Mix zur Anwendung kommen, war überzeugend dargestellt.

Mitglieder im Thema "Energie"
 - Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV)
 - RAG Aktiengesellschaft
 - Informationszentrale der Elektrizitätswirtschaft e.V.
 - Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V.
 - Stadt Freiburg im Breisgau
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