Städte haben die Phantasie von Visionären schon immer stark beflügelt und ihre Vorstellungskraft herausgefordert. Im "Panorama der Utopien" verbindet der belgische Künstler Francois Schuiten bereits bestehende, aber verfremdete Gebäude mit utopischen Entwürfen, die nie gebaut wurden, zum Bild einer utopischen Stadt.
Einflüsse so unterschiedlicher Architekten wie Hugh Serries, Le Corbusier, sowie des Japaners Tadao Ando sind zu erkennen. In ihrer Struktur aber orientiert sich die utopische Stadt an visionären Stadtentwürfen des 19. Jahrhunderts: Städte wurden als ein Ganzes konzipiert, einem lebendigen Organismus vergleichbar, mit rationaler, funktioneller Architektur. Mit ihrer detaillierten Planung bergen solche Modelle jedoch auch ein hohes Maß an sozialer Kontrolle und damit die Gefahr der Entstehung totalitärer Herrschaftsstrukturen.